Leiter BPR & Krisensteuerung
Mittelständischer Maschinenbau-Zulieferer, 120 MA, 20 Mio. EUR Umsatz
Herausforderung
Umsatzverdopplung ohne Strukturanpassung, gescheiterter MBO, Finanzkrise 2008/2009 — Vertrauensverlust des Bankenkonsortiums. Neuer Turnaround-Versuch scheiterte. Insolvenzantrag. 12-monatige Insolvenzphase unter extremer Unsicherheit.
Eingriffe
- →ERP-Daten für Going-Concern-Analyse und 6-Jahres-Nachkalkulation bereitgestellt
- →Halbtagesgenaue Liquiditätsplanung via ERP-Datenbankabfragen aufgebaut
- →BPR-Konzept mit neuer Geschäftsführung entwickelt, Einkaufskonditionen neu verhandelt
Ergebnis
Krisensteuerung mit halbtagesgenauer Liquiditätsplanung, Going-Concern-Analyse begleitet, erfolgreiche Übergabe an Investor.
Krisensteuerung und Stabilisierung eines insolventen Maschinenbau-Zulieferunternehmens
Ausgangssituation
Ein mittelständisches Zulieferunternehmen für den Maschinenbau wuchs innerhalb eines Jahres um 100 Prozent im Umsatz und verdreifachte die Mitarbeiterzahl. Das Management versäumte, Prozesse anzupassen — die Marge wuchs nicht mit. Ein gescheiterter Management-Buy-Out und die Finanzkrise 2008/2009 führten zum Vertrauensverlust des Bankenkonsortiums. Eine neue Geschäftsführung initiierte einen Turnaround-Versuch. Dieser scheiterte. Das Unternehmen stellte Insolvenzantrag. Es folgte eine 12-monatige Insolvenzphase.
Ziele des Mandats
- Going-Concern-Analyse als Entscheidungsgrundlage begleiten
- Business-Process-Reengineering-Konzept für Turnaround entwickeln
- Operative Liquidität während Insolvenz sichern
- Lieferfähigkeit trotz kritischer Rahmenbedingungen aufrechterhalten
- Investor-Gespräche und Due-Diligence-Prozesse begleiten
Vorgehensweise
Marco Weissenfeldt arbeitete als angestellte Führungskraft eng mit den von Banken beauftragten Unternehmensberatern zusammen, um Projekte der letzten sechs Jahre zu analysieren und Deckungsbeiträge zu ermitteln. Er stellte ERP-Daten bereit, führte Detailanalysen durch und vermittelte zwischen Beratern und Geschäftsführung. Mit der neuen Geschäftsführung entwickelte er ein Business-Process-Reengineering-Konzept und übernahm nach dem Insolvenzantrag kommissarisch die Einkaufsleitung. Er baute eine halbtagesgenaue Liquiditätsplanung via ERP-Datenbankabfragen auf, sicherte Lieferantenkonditionen und begleitete Investorengespräche bis zum erfolgreichen Verkauf.
Ergebnisse im Detail
Entscheidungsfähigkeit:
- Going-Concern-Analyse begleitet
- Daten für 6 Jahre Nachkalkulation bereitgestellt
Steuerungsfähigkeit:
- Halbtagesgenaue Liquiditätsplanung aufgebaut
- BPR-Konzept mitentwickelt
Lieferfähigkeit:
- 12 Monate Insolvenz durchgesteuert
- Investor-Akquise begleitet
- Lieferfähigkeit gesichert
Übergabe und Verstetigung
Nach Investor-Akquise wurde das Unternehmen an einen Wettbewerber übergeben. Die aufgebaute Liquiditätssteuerung und das BPR-Konzept bildeten die Grundlage für die Stabilisierung unter neuer Eigentümerschaft.
Kernleistung
Marco Weissenfeldt kombinierte in seiner Linienverantwortung analytische Tiefe (Datenbereitstellung für Going-Concern-Analyse), strategische Konzeption (BPR) und operative Krisensteuerung (Liquiditätsmanagement, Lieferantensicherung) in existenzieller Situation — und bewies, dass datengetriebene Steuerung überlebenswichtig ist.