Projektleiter ERP & Einkaufsleitung
Mittelständischer Maschinenbau-Zulieferer, 30→120 MA, 20 Mio. EUR Umsatz
Herausforderung
Analog organisiertes Unternehmen mit explosivem Wachstum (30→120 MA). Fragmentierte Insellösungen (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Produktion), Excel-basierte Prozesse. Über 1 Mio. EUR Kapitalbindung im Lager. Keine IT-Abteilung vorhanden. Expansion nach Ungarn geplant.
Eingriffe
- →ERP-Auswahl, Implementierung und Rollout als Projektleiter verantwortet — ohne IT-Abteilung, mit direkter Fachabteilungs-Einbindung
- →Just-in-Time-Prozesse implementiert, Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufgebaut
- →Einkaufsprozesse standardisiert, Rahmenverträge neu verhandelt, Lieferanten-Portfolio konsolidiert
Ergebnis
Erfolgreiche ERP-Einführung mit vollständiger Prozessintegration. Von analog zu datengetrieben. Signifikante Reduktion von Durchlaufzeiten, Bestandskosten und Kapitalbindung.
Digitalisierung und Skalierung eines wachsenden Maschinenbau-Zulieferunternehmens
Ausgangssituation
Ein mittelständischer Maschinenbau-Zulieferer wuchs innerhalb weniger Jahre von 30 auf 120 Mitarbeiter — organisatorisch blieb das Unternehmen jedoch analog. Fragmentierte Insellösungen (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Produktion) ohne Integration. Prozesse Excel-basiert, Angebote wurden manuell erstellt, Lagerbestände auf Zuruf verwaltet. Über 1 Mio. EUR Kapitalbindung im Lager ohne Transparenz über Bestände und Verbräuche. Keine IT-Abteilung vorhanden — technische Verantwortung lag bei einzelnen Fachabteilungen. Expansion nach Ungarn war geplant, erforderte aber skalierbare Prozesse.
Ziele des Mandats
- ERP-System auswählen, implementieren und ausrollen (ohne IT-Abteilung)
- Fragmentierte Insellösungen durch integrierte Prozesse ersetzen
- Einkaufsprozesse standardisieren und Beschaffungskosten senken
- Kapitalbindung im Lager signifikant reduzieren
- Just-in-Time-Prozesse für Serienfertigung implementieren
- Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufbauen
Vorgehensweise
Marco Weissenfeldt übernahm als Projektleiter die gesamte ERP-Einführung — von der Systemauswahl über Implementierung bis zum Rollout. Ohne IT-Abteilung arbeitete er direkt mit Fachabteilungen und dem ERP-Anbieter zusammen. Er analysierte bestehende Prozesse, designte Soll-Prozesse und führte die Datenmigration durch. Er standardisierte Einkaufsprozesse, konsolidierte das Lieferanten-Portfolio und verhandelte Rahmenverträge neu. Parallel implementierte er Just-in-Time-Prozesse für die Serienfertigung und baute ein Nullserien-Team auf, das die Expansion nach Ungarn vorbereitete. Er führte Change Management durch, schulte Mitarbeiter und sicherte die Akzeptanz durch Quick Wins (z. B. automatisierte Angebotsbearbeitung).
Ergebnisse im Detail
Entscheidungsfähigkeit:
- ERP-basierte Transparenz über Bestände, Verbräuche und Kosten
- Datengetriebene Entscheidungsgrundlagen statt Excel-Listen
Steuerungsfähigkeit:
- Integrierte Prozesse (Einkauf → Lager → Produktion → Versand)
- Just-in-Time-Prozesse für Serienfertigung implementiert
Lieferfähigkeit:
- Angebotsbearbeitung um 80 % beschleunigt
- Einkaufskosten um 15–25 % gesenkt
- Umlaufvermögen um 40–50 % reduziert
- Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufgebaut
Übergabe und Verstetigung
Das implementierte ERP-System wurde zur operativen Basis des Unternehmens. Die standardisierten Einkaufsprozesse und Just-in-Time-Strukturen ermöglichten das weitere Wachstum. Das Nullserien-Team begleitete den erfolgreichen Start der Ungarn-Expansion. Die aufgebauten Strukturen trugen das Unternehmen durch die nachfolgende Wachstumsphase — bis die Finanzkrise 2008/2009 neue Herausforderungen brachte.
Kernleistung
Marco Weissenfeldt transformierte ein analog organisiertes Zulieferunternehmen in eine datengetriebene Organisation — ohne IT-Abteilung, mit direkter Fachabteilungs-Einbindung und messbaren Ergebnissen bei Durchlaufzeiten, Beschaffungskosten und Kapitalbindung.