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Maschinenbau 2003–2009

Projektleiter ERP & Einkaufsleitung

ERPChangeEinkaufDigitalisierung

Mittelständischer Maschinenbau-Zulieferer, 30→120 MA, 20 Mio. EUR Umsatz

Herausforderung

Analog organisiertes Unternehmen mit explosivem Wachstum (30→120 MA). Fragmentierte Insellösungen (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Produktion), Excel-basierte Prozesse. Über 1 Mio. EUR Kapitalbindung im Lager. Keine IT-Abteilung vorhanden. Expansion nach Ungarn geplant.

Eingriffe

  • →ERP-Auswahl, Implementierung und Rollout als Projektleiter verantwortet — ohne IT-Abteilung, mit direkter Fachabteilungs-Einbindung
  • →Just-in-Time-Prozesse implementiert, Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufgebaut
  • →Einkaufsprozesse standardisiert, Rahmenverträge neu verhandelt, Lieferanten-Portfolio konsolidiert

Ergebnis

Erfolgreiche ERP-Einführung mit vollständiger Prozessintegration. Von analog zu datengetrieben. Signifikante Reduktion von Durchlaufzeiten, Bestandskosten und Kapitalbindung.

-80 % Angebotsbearbeitung
-15–25 % Einkaufskosten
-40–50 % Umlaufvermögen

Digitalisierung und Skalierung eines wachsenden Maschinenbau-Zulieferunternehmens

Ausgangssituation

Ein mittelständischer Maschinenbau-Zulieferer wuchs innerhalb weniger Jahre von 30 auf 120 Mitarbeiter — organisatorisch blieb das Unternehmen jedoch analog. Fragmentierte Insellösungen (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Produktion) ohne Integration. Prozesse Excel-basiert, Angebote wurden manuell erstellt, Lagerbestände auf Zuruf verwaltet. Über 1 Mio. EUR Kapitalbindung im Lager ohne Transparenz über Bestände und Verbräuche. Keine IT-Abteilung vorhanden — technische Verantwortung lag bei einzelnen Fachabteilungen. Expansion nach Ungarn war geplant, erforderte aber skalierbare Prozesse.

Ziele des Mandats

  • ERP-System auswählen, implementieren und ausrollen (ohne IT-Abteilung)
  • Fragmentierte Insellösungen durch integrierte Prozesse ersetzen
  • Einkaufsprozesse standardisieren und Beschaffungskosten senken
  • Kapitalbindung im Lager signifikant reduzieren
  • Just-in-Time-Prozesse für Serienfertigung implementieren
  • Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufbauen

Vorgehensweise

Marco Weissenfeldt übernahm als Projektleiter die gesamte ERP-Einführung — von der Systemauswahl über Implementierung bis zum Rollout. Ohne IT-Abteilung arbeitete er direkt mit Fachabteilungen und dem ERP-Anbieter zusammen. Er analysierte bestehende Prozesse, designte Soll-Prozesse und führte die Datenmigration durch. Er standardisierte Einkaufsprozesse, konsolidierte das Lieferanten-Portfolio und verhandelte Rahmenverträge neu. Parallel implementierte er Just-in-Time-Prozesse für die Serienfertigung und baute ein Nullserien-Team auf, das die Expansion nach Ungarn vorbereitete. Er führte Change Management durch, schulte Mitarbeiter und sicherte die Akzeptanz durch Quick Wins (z. B. automatisierte Angebotsbearbeitung).

Ergebnisse im Detail

Entscheidungsfähigkeit:

  • ERP-basierte Transparenz über Bestände, Verbräuche und Kosten
  • Datengetriebene Entscheidungsgrundlagen statt Excel-Listen

Steuerungsfähigkeit:

  • Integrierte Prozesse (Einkauf → Lager → Produktion → Versand)
  • Just-in-Time-Prozesse für Serienfertigung implementiert

Lieferfähigkeit:

  • Angebotsbearbeitung um 80 % beschleunigt
  • Einkaufskosten um 15–25 % gesenkt
  • Umlaufvermögen um 40–50 % reduziert
  • Nullserien-Team für Ungarn-Expansion aufgebaut

Übergabe und Verstetigung

Das implementierte ERP-System wurde zur operativen Basis des Unternehmens. Die standardisierten Einkaufsprozesse und Just-in-Time-Strukturen ermöglichten das weitere Wachstum. Das Nullserien-Team begleitete den erfolgreichen Start der Ungarn-Expansion. Die aufgebauten Strukturen trugen das Unternehmen durch die nachfolgende Wachstumsphase — bis die Finanzkrise 2008/2009 neue Herausforderungen brachte.

Kernleistung

Marco Weissenfeldt transformierte ein analog organisiertes Zulieferunternehmen in eine datengetriebene Organisation — ohne IT-Abteilung, mit direkter Fachabteilungs-Einbindung und messbaren Ergebnissen bei Durchlaufzeiten, Beschaffungskosten und Kapitalbindung.